Grünes Buenos Aires

»Die Stadt besuchst du am besten heute, jetzt ist da wenig los!« Nach dieser Ankündigung war ich dann auch schon alleine im Expressbus aus dem Vorort Pilar ins Stadtzentrum unterwegs, wo ich mir mal die Parks angucken sollte.

Das Laden der SUBE-Karte am Kiosk hatte etwas gedauert aber dafür würde ich das dann nicht in der Stadt machen müssen. So war der verbleibende Betrag ausreichend für Bus und Metrofahrt nach und in Buenos Aires. Lucas hielt den Bus an der Haltestrelle am Autobahnabzweig konsequent mittels Zuparken auf, sodass ich in letzter Minute gerade noch einsteigen konnte. Die Route, welche ich in der Stadt nehmen würde hatten wir vorher in etwa ausgeguckt: Alles was Buenos Aires an grün zu bieten hat abklappern.

Das Kleinod des Tages fand ich zielstrebig zuerst: ein öffentlicher Park mit großem Rosengarten, welcher  sehr beliebt als Kulisse für Portraitfotografen ist und auch ich nicht lange gezögert habe, meine Kamea herauszuholen. Weiter ging es dann durch die anderen Parks wo ich dann das erste Mal die richtigen Klischeeargentinier vorgefunden habe, Thermoskanne und Bombilla mit Mate. Auf dem Plaza Alemana das Relikt eines vergangenen Deutschlands gefunden: ein von der deutschen Gesellschaft gestifteter Brunnen zur 100-jährigen Jubiläumsfeier der Argentinischen Revolution von 1810. Natürlich mit den Nationalfahnen und Wappen der Bundesländer und Symbolkult um Agrarkultur. Irgendwie skurril, das Was und vorallem das Wo.

Abschließend wollte ich eigentlich noch den angepriesenen Cementerio de la Recoleta besuchen, vorher hat miich aber ein gruseliger touriüberlaufener (Pseudo?-)Handwerks- und Gedöhnsmarkt verschluckt. Ok, man konnte überall verkitschte Mates und Bombillas kaufen, das wars aber auch schon. Der Friedhof war geschlossen.

Die Rückfahrt habe ich komischerweise ohne nennenswerte Probleme geschafft. Na gut, der freundliche Señor vom Infoschalter der U-Bahn hat dann angeboten, in Englisch zu antworten, als ich ihn auf halb Spanisch halb Castellano nach dem Anschluss richtung Plaza Italia gefragt habe. Ganz mutig habe ich natürlich dankend abgelehnt, sein überdeutliches Spanisch war sehr verständlich. Irgendwie dann noch die richtige Bushaltestelle und den richtigen Bus Nr. 57 (den grünen, NICHT den roten) richtung Pilar gefunden wo mich Lucas wieder eingesammelt hat und wir den Abend mit Fastfood von »¡Siga la vaca!« (Folge der Kuh!) haben ausklingen lassen. Es half leider nichts, dass man bei der Bestellung angeben konnte, wie der Fleischbrocken gebraten sein soll – er kam ziemlich durchgebraten an, war aber trotzdem lecker. Die papas fritas hingegen ungenießbar in nicht mehr frischem, kalten Fett pochiert.

Nächste Woche werde ich viellecht noch mal mit einem Guide Buenos Aires besichtigen. Weiter geht es dann erstmal ein Stück mit dem Bus in Richtung Süden, die Pampas bauche ich nicht umbedingt selber abzugrasen, dafür gibt es ja die vacas.

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2 Gedanken zu “Grünes Buenos Aires

  1. De la part de la famille MAITRE à SUCY en Brie (France):
    quelle surprise ce voyage en vélo ! quel courage !
    quelles belles photos aussi de ces étranges paysages désertiques !
    Bravo Lukas ! et merci de partager une telle expérience !

  2. Salut quelle belle surprise d avoir de vos nouvelles ! Merci pour vos gentils messages ! Ça risque de prendre encore quelques temps d ici que je puisse venir vous voir et vous raconter tout ca personnellement. A bientôt.

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